Triebswetter (Tomnatic)

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Triebswetter liegt im Nord-Westen der Banater Heide im Länderdreieck Rumänien-Serbien-Ungarn, neben der Landstrasse Temeswar-Großsanktnikolaus und ist an das Eisenbahnnetz Temeswar-Großsanktnikolaus angeschlossen  
Ortschaft wurde 1020 erstmals dokumentarisch in Verbindung mit dem Bischof von Tschanad, dem Hl. Gerhard erwähnt. Die ersten deutschen Siedler kamen 1772 zum größten Teil aus Lothringen, dessen Herzog Franz Stephan im Jahre 1736 die spätere habsburgische Kaiserin Maria Theresia ehelichte, zu ihr nach Wien zog und im Tausch für die Toskana sein Herzogtum an Frankreich abtrat.
Aus dem Gebiet um Chateau-Salins stammen 62% der Triebswetterer Erstansiedler. Weitere Ansiedler kamen aus dem Elsaß, aus der Pfalz, aus Baden, aus Bayern und aus anderen deutschen Gebieten. Durch Heirat und Erziehung wurde in drei Generationen die französische Sprache von der deutschen verdrängt. Triebswetter war das größte der vier "welschen Dörfer" (französische) im Banat. Die anderen drei liegen unweit von Großkomlosch im heutigen Serbien (St. Hubert, Charleville und Seultour). Seinen Namen soll Triebswetter nach dem Ingenieur Anton von Triebswetter erhalten haben, der hier die Ausmessungen gemacht hat.  
Schule und Kirche: Ein Schulhaus und ein Gotteshaus hatte Triebswetter von Anfang an. 1773 wurde die Pfarei gegründet und die Matrikelbücher eingeführt. Die heutige Kirche wurde von 1846 bis 1850 errichtet. 1850 fand die feierliche Einweihung der Kirche statt. Ein Teil der Kosten zum Bau der Kirche wurde von dem damaligen Gutsherrn Albert Gyulai übernommen. Den Hochaltar und die beiden Nebenaltäre spendete der damaloge Bischof Alexander Bonaz. 1894 wurde das heutige Schulhaus erbaut.   
Einwohnerzahlen: Bei der Ansiedlung wurden 200 gestampfte Häuser erbaut. Bei der Volkszählung von 1870 lebten in Triebswetter bereits 3508 Seelen. 1878 lebten in 580 Häusern 3511 Katholiken und 12 Andersgläubige. 1910 stellten die 3378 Deutschen einen Bevölkerungsanteil von 93%. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Zahl der Deutschen stetig ab. 1977 sank ihre Zahl auf 1454 von insgesamt 3585 Einwohnern, was einen Bevölkerungsanteil von 41% ausmachte. 1992 bekannten sich von den 2927 Einwohnern 383 zum Deutschtum, 11%. 1995 lebten noch etwa 180 Deutsche in Triebswetter.   
Opfer: Im Ersten Weltkrieg verloren 109 Männer aus Triebswetterer ihr Leben, davon wurden nur 17 nach Hause gebracht und bestattet. Am 30. Oktober 1922 wurde ihnen zu Ehren das Kriegerdenkmal eingeweiht. Der Zweite Weltkrieg forderte 95 Kriegsopfer. Aus Triebswetter sind nur wenige Familien geflüchtet. Am 15. Januar 1945 wurden 134 Personen aus Triebswtter nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert, davon sind 26 nicht mehr zurückgekehrt. Dank der "Französischen Aktion" von Hans Damas konnten sich viele Triebswetterer mit französischem Namen der Russlandverschleppung entziehen. Am 18. Juni 1951 wurden 191 Familien aus Triebswetter mit insgesamt 527 Personen in den Baragan verschleppt, davon sind 20 Personen in der Deportation verstorben. 1954 bekamen die Deutschen ihre 1945 enteigneten Häuser wieder zurück.  
1983 erschien das "Heimatbuch der Heidegemeinde Triebswetter" von Dr. Anton Peter Petri und Dr. Josef Wolf. Ein Zitat von Heinz Vogel beschreibt das Ende des Deutschtums in Triebswetter sehr treffend: "Es beginnt die unaufhaltbare Aussiedlelung nach Deutschland, teils per Flucht über Jugoslawien, teils über den "Blumenmann" Nicolae Capraru. Wer es so nicht konnte, tat dies legal gleich nach der Revolution im Januar-Februar 1990. Damit hörte das Sagen der Deutschen in Triebswetter für immer und ewig auf." Im Hause von Familie Vogel wurde 1994 eine Caritas-Sozialstation eingerichtet.  
  
  
Elisabeth Packi

 

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