Podlipny-Hehn, Annemarie, Dr.

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Dr. Annemarie Podlipny-Hehn (geb. 1938 in Lowrin)

Annemarie Podlipny-Hehn, Kunsthistorikerin und Schriftstellerin, geb. am 20. Februar 1938 in Lowrin, als erstes Kind der Eltern Hans Hehn (Fotograf) und Elisabeth, geb. Wiewe; ist Schwester von Ilse Hehn, Dichterin, Dozentin für Bildende Kunst, Ulm, und Gerlinde Roos, Fotografin, Kunstrestauratorin, Berlin. 1952-56 besuchte sie die Deutsche Pädagogische Lehranstalt in Temeswar; 1956-61 Studium der Germanistik und Romanistik an der West-Universität Temeswar; 1961-62 Deutschlehrerin in Orzydorf; 1962-64 Deutschlehrerin in Wolfsberg, wo sie sich mit ihrem Gatten Prof. Julius Podlipny ein Häuschen mietete und mit ihm zusammen malte. Nach der „Definitivat“-Prüfung kam sie 1964 nach Temeswar als Kustos der Kunstabteilung des Banater Museums bis 1991. In dieser Zeitspanne betätigte sie sich auch als Malerin und zeigte 1968 die erste Eigenausstellung in Temeswar, danach beteiligte sie sich an mehreren Gruppenausstellungen in Temeswar und Bukarest. Als Journalistin beschäftigte sie sich vorwiegend mit Fragen der Kunstgeschichte und Kunstkritik, veröffentlichte aber auch Beiträge über Volkskunde und Literatur. Sie ist Dr. phil., Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes, war Mitglied des Literaturkreises „Adam Müller-Guttenbrunn“, ist Gründungsmitglied und Leiterin des Literaturkreises „Stafette“, Mitglied der Deutschen Schiller-Gesellschaft, der Germanisten-Gesellschaft Rumäniens und der Internationalen Lenau-Gesellschaft sowie der Künstlergilde/Esslingen, war Mitglied des Kulturverbandes der Deutschen aus dem Banat. Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratete sie 1991 den Temeswarer Dichter und Verlagslektor Constantin Gurau (Professor für Rumänisch und Französisch), behielt aber ihren ersten Namen.
Buchveröffentlichungen: „Stefan Jäger“ (Bukarest, 1972), „Franz Ferch“ (Bukarest, 1975), „Banater Malerei vom 18. Jh. bis ins 20. Jh.“ (Bukarest, 1984), „Julius Podlipny“ (Bukarest, 1986), „Nikolaus Lenau in Rumänien“ (Bukarest, 1988, 2. Auflage 1991), „Hildegard Kremper-Fackner. Eine Künstlerin aus dem Banat“ (München, 1991), „Wir waren Zeugen“ (München, 1991), „Oskar Szuhanek“ (Bukarest, 1996), „Adolf Humborg“ (Düsseldorf, 1997), „Werte aller Zeiten“ (Bukarest, 1998), „Oskar Walter Cisek. Ein Essay.“ (Bukarest, 1999), „Carmen Sylva“ (Temeswar, 2002, rumänische Übersetzung 2002), „Ferdinand Gallas“ (Temeswar, 2002), „Die Deutschen im Banat“ (Temeswar, 2004). Außerdem redigierte sie mehrere Künstlerkataloge und Ausstellungskataloge; veröffentlichte in in- und ausländischen Zeitschriften und Zeitungen Studien und Abhandlungen zu Themen der Kunstgeschichte, Literatur und Volkskunde. Ist Herausgeberin der 11 „Stafette“-Sammelbände u.a. Anthologien und Bücher.
Für ihre schriftstellerische und kulturelle Tätigkeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet: 1996 Sonderpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes Temeswar, 1999 Ehrenpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes Temeswar, 1993 Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Deutschland, 1998 „Stefan-Jäger“-Ehrenmedaille der AMG-Stiftung; 1998 Ehrenmedaille des Banater Museums, 1998 Ehrendiplom des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat; 2002 Ehrendiplom der Universität „Banatul“ aus Temeswar; 2002 „Nationaler Ritterorden für treue Dienste“, 2004 „Exzellenz“-Preis des Rumänischen Schriftstellerverbandes Temeswar, 2004 Ehrenmedaille in Silber der Stadt Temeswar.
Seit 1990 Vorstandsmitglied des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, bzw. Temeswar, seit 2005 Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Temeswar, Kulturreferentin im Weltdachverband der Donauschwaben, Vorstandsmitglied des Schriftstellerverbandes Rumänien, Filiale Temeswar, Vizepräsidentin der Europäischen Union Banat/Rumänien.

 

Elisabeth Packi

www.kulturraum-banat.de

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