Nemetz-Schauberger, Anni

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Handball-Weltmeisterin kommt ins Rentenalter

Anni Nemetz-Schauberger vollendet am 4. Januar ihr 65. Lebensjahr

Von Johann Steiner

Es wird eine kleine Feier, mit Tochter, Sohn und den Enkeln. Sie werden am 4. Januar Handball-Weltmeisterin Anni Nemetz-Schauberger zum 65. Geburtstag gratulieren. Viel mehr wird es an diesem Tag nicht geben im Haus der gebürtigen Tschakowaerin. Denn zwei Sachen gehen ihr noch nach: Im August 2008 ist ihr Mann gestorben, uns sie hatte 2006 einen Schlaganfall.

In ihrer Karriere hat sich alles in Riesenschritten vollzogen: 1958 wirft Anni Nemetz zum ersten Mal auf ein Handballtor, 1959 beginnt sie im Sportklub Banatul Handball zu spielen, 1960 steigt sie mit dem Temeswarer Sportgymnasium in die A-Liga auf, und 1962 wird sie Welt- und Landesmeisterin. Sie ist erst 18 Jahre alt. Anni Nemetz hat als Handballerin eine Bilderbuchkarriere durchlaufen.

Mit der Mannschaft des Sportklubs Banatul steigt sie 1960 unter Trainer Viktor Kitza in die erste Liga auf. Es ist die erste Schülermannschaft, der dieses Kunststück gelingt. Ihr Durchschnittsalter: 16 Jahre. Am Ende der Meisterschaft belegt das Temeswarer Sportgymnasium den vierten Tabellenplatz. 1960 wird Anni zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen - sie ist 16.

Mit 18 Weltmeisterin

In der Klubmannschaft spielt Anni Nemetz rechte Verbinderin, in der Nationalmannschaft ist sie Spielmacherin. Sie ist eine vielseitige Spielerin, die alle Würfe beherrscht und aus allen Lagen aufs Tor werfen kann. Mit 18 feiert Anni Nemetz, sie ist noch Schülerin, den größten Erfolg ihrer Karriere: Sie wird Weltmeisterin auf dem Kleinfeld. Im Finale besiegt die rumänische Mannschaft Dänemark mit 8:5.

1962 wechselt die Mannschaft des Temeswarer Sportgymnasiums geschlossen mit Trainer Viktor Kitza und Betreuer Tibi Sfercociu zu Stiinta Temeswar. Den ersten Meistertitel erringt sie mit dieser Mannschaft 1964. 1966 wird die Frauenmannschaft von Stiinta der Temeswarer Universität angegliedert. Sie erringt erneut den Landesmeistertitel. Von 18 ausgetragenen Spielen gewinnen die Studentinnen aus Temeswar 14, wobei sie 158 Tore werfen, von denen allein 44 auf das Konto von Anni Nemetz gehen, die damit die Torschützenkönigin ihrer Mannschaft wird.

1968 übernimmt Constantin Lache Uni Temeswar. Unter seiner Regie wird Anni Nemetz zweimal hintereinander Meisterin: 1968 und 1969. Zu den vier Meistertiteln kommen drei Vizemeistertitel mit Stiinta/Uni Temeswar hinzu. Insgesamt hat Anni Nemetz 45 Länderspiele für Rumänien bestritten, 16 weitere in der Jugend- und vier in der Juniorenauswahl.

Seit 1990 lebt Anni Nemetz-Schauberger mit der Familie in Augsburg.

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