Lippa (Lipova)

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Koordinaten

46° 5′ 0″ N, 21° 41′ 0″ E

 

Adresse

Lipova

Rumänien

 

Namen

Rumänisch: Lipova

Deutsch: Lippa

Ungarisch: Lippa

 

Einwohner

 

1880

Gesamt: 10515

Rumänen: 5973

Ungarn: 1218

Deutsche: 2664

 

2002

Gesamt: 11236

Rumänen: 10349

Ungarn: 491

Deutsche: 214

 

Geschichte

Die Stadt Lippa/Lipova liegt am linken Maroschufer, 25 km von Arad entfernt, unweit von dem Wallfahrtsort Maria Radna und der Festungsruine Schoimosch. Lippa wurde urkundlich erstmals im 13. Jh. erwähnt. Der Name Lipova soll slawischen ursprungs sein und "LEPO" so viel wie "SCHÖN" bedeuten. Unter Karl Robert von Anjou (1307-1342) wurde Lippa zum bedeutendsten Wirtschafts- und Handelszentrum des Arader Komitats. In dieser Zeit besaß Lippa eine Salzkammer und eine Münzprägestätte. Karl Robert von Anjou errichtete 1325 ein Minoritenkloster und eine katholische Kirche. 1389 wurde Lippa zur Stadt erhoben. 1410 wurde mit dem Bau des Lippaer Spitals begonnen, der 1420 beendet wird. Durch die Heirat der Witwe von Johann Corvinus mit dem Markgrafen von Brandenburg 1551, kam dieser in den Besitz Lippas. Dadurch verschlechterten sich die Lebensbedingungen der Bauern, so dass diese sich 1514 dem Bauernaufstand unter Gheorghe Doja anschlossen. Nach der blutigen Niederlage des Aufstands kam die Lippaer Festung in den Besitz des siebenbürgischen Fürsten Johann Zapolya. 1529 wurde Lippa zur "Königlichen Freistadt" erhoben. Dadurch verbesserte sich die Lage der Bewohner erheblich. Lippa war damals eine starke Festung, die vier Tore hatte: das Temeswarer, das Radnaer, das Innere und das Äußere Tor. 1551 standen die Türken vor den Toren Lippas und begannen die Belagerung der Festung. Doch lange konnte die Festung von den Türken nicht gehalten werden, die Truppen des Siebenbürgischen Kanzlers eroberten sie wieder zurück. 1552 nach der Eoberung Temeswars wandten sich die Türken wieder gegen Lippa. Diesmal blieb Lippa bis zum Ende des 16. Jh. unter türkischer Herrschaft. 1700 wurde de Festung Lippa niedergebrannt und dem Erdboden gleichgemacht. 1718 wurde Lippa von den Habsburgern zum Komitatssitz erhoben. 1724 fand die erste Ansiedlung mit 200 Deutschen Familien statt, die aus Bayern und Sachsen kamen. 1764, 1780 und 1784 wurden weitere deutsche Familien in Lippa angesiedelt. 1768 besuchte Kaiser Franz-Josef die Festung Schoimosch. 1812 wurde in Lippa die Normalschule gegründet und 1880 Bad Lippa zum Kurort erklärt. 1848 beteiligten sich die Intellektuellen aus Lippa an den Geschehnissen der Bürgerrevolution. 1860 wurde das Banat, demzufolge auch Lippa, an Ungarn anexiert. 1875 wurde die Eisenbahnlinie Lippa-Temeswar gebaut, 1892 die erste Telefonverbindung mit Arad hergestellt und 1896 die Maroschbrücke Lippa-Radna fertiggestellt. 1906 wurde das Spital in Lippa eröffnet, 1912 die Pferdebahn durch die Elektrische Straßenbahn ersetzt. 1910 hatte Lippa 7856 Einwohner, davon waren 30,6% Deutsche. Im Ersten Weltkrieg kämften die Lippaer an der Seite der österreich-ungarischen Truppen gegen Rumänien. Das Ende des Ersten Weltkriegs brachte die langersehnte Entmgyarisierung des Gemeinwesens, der Schulen, der Polizei, der Justiz, der Finanzen und der Staatsverwaltung. Anfang des Zweiten Weltkriegs wurden die Lippaer Kasernen gebaut. 1942 wurde die deutsche Bevölkerung zur Waffen-SS eingezogen als Folge des Abkommens zwischen Deutschland und Rumänien. Im Dezember 1942 als die deutschen Truppen vor Stalingrad kapitulierten, habe viele Lippaer ihr Leben verloren oder blieben für immer vermisst. 1945 wurde die deutsche Bevölkerung aus Lippa in Arbeitslager in die Sowjetunion deportiert. Auch hier verloren viele Lippaer ihr Leben. 1945 fand die Agrarreform statt, wobei die Deutschen enteignet wurden. 1848 wurden alle Banken, Betriebe, Geschäfte nationalisiert. 1848 fand die Schulreform statt, wobei auch das Notre-Dame Kloster aufgelöst wurde. 1949 wurden alle kirchlichen Besitztümmer, darunter auch das Kloster Maria-Radna, enteignet. Wieviel Deutsche heute noch in Lippa leben ist nicht bekannt.

 

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