Innenstadt - I. Bezirk von Temeswar

DruckversionSend by emailPDF-Version


Größere Kartenansicht

 

Die Innenstadt (Cetate) ist der Bereich innerhalb der ehemaligen Festungsmauern. Nach der Belagerung von 1716 war die Festung völlig zerstört. Es gab noch sieben Gebäude auf dem Gebiet der Festung, so dass sie von Grund auf neu aufgebaut werden musste. Die neue Festung wurde in Vauban´schem Stil wieder aufgebaut. Sie war sternförmig, hatte drei Tore – das Wiener Tor, das Siebenbürger Tor und das Peterwardeiner Tor – und neun Basteien.

 

Theresienbastei, 2010

Foto: Constantin Duma


Die neue Festung, die zum Zweck der Verteidigung errichtet worden war, wurde ein einziges Mal von der ungarischen Koshut-Regierung im April 1849 unter dem Kommando von General Josef Bem belagert und bombardiert. Mit der Zeit wurden die Festungsmauern, die einst zum Schutz der Stadt errichtet worden waren, zu engen Fesseln, die die Stadt an ihrer Entwicklung hinderten. So wurde 1891 die Entfestigung beschlossen und mit dem Abriss der Festungsmauern begonnen. Der Prozess war 1910 abgeschlossen. Durch den Abriss begannen die Vorstädte mit der Innenstadt zusammenzuwachsen. Eine halbkreisförmige Verkehrsader umgab im Süden und im Westen die Innenstadt, gesäumt von einer Kette von Parkanlagen, dem Park der Polizei, dem Kinderpark, dem Rosenpark, dem Justizpark, dem Kathedralpark und dem Zentralpark.

 

Georgsplatz

Der Georgs-Platz (Piata Sf. Gheorghe) existierte bereits im 14. Jahrhundert und ist der älteste Platz der Stadt. Die römisch-katholische Georgskirche, die 1332 erstmals urkundlich erwähnt wird, war dem Heiligen Georg, dem Drachentöter, geweiht. Während der Türkenzeit war die Kirche in eine Moschee umgewandelt worden. 1718 wurde sie vom Jesuitenorden wieder christianisiert, 1913-1914 schließlich abgerissen, als sie der Szanabank weichen musste. Heute ist das Gebäude Sitz der Banca Transilvania.

Die Bronzestatue des Heiligen Gerhard mitten auf dem Platz, wurde zu Ehren der Helden der Revolution vom Dezember 1989 errichtet.

 

Statue des Heiligen Georg, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Von dem einst dreieckigen Platz, der 1869 auch zu einem zentralen Straßenbahnknotenpunkt wurde, ist heute noch eine kleine viereckige Parkanlage geblieben.

Am Georgspaltz war auch der Tschanader römisch-katholische Bischofssitz, der 1030 gegründet und 1728 nach Temeswar verlegt worden war. Heute befinden sich eine beeindruckende Kunstsammlung, eine Bibliothek und ein Archiv in dem Gebäude.

 

Freiheitsplatz

Der Freiheitsplatz (Piata Libertatii), auch Prinz-Eugen-Platz genannt, war das militärische Zentrum der Stadt. Als Folge der militärischen Aktionen, die hier stattgefunden haben, wurde er auch Paradeplatz genannt. Er ist ringsum von bedeutenden Gebäuden umgeben.

Der viereckige Platz mit Seiten von je 100 Meter wird von dem Mariendenkmal beherrscht. Vor dem Alten Rathaus ragt die Gestalt der Madonna empor. Das Denkmal wurde 1739, nachdem die Pest in Stadt und Land gleichermaßen gewütet hatte, von der "Bruderschaft der Barmherzigen" gestiftet. Sie beauftragten den in Wien lebenden Künstler Raphael Donner damit und nach einer dreijährigen Arbeit war ein Werk entstanden, welches künstlerisch vollkommen war. Die Zentralfigur versinnbildlicht die Heilige Maria mit einem Sternenkranz über dem Haupt und einem Lilienstrauß, dem Symbol der unbefleckten Empfängnis, in der Hand. Zu ihren Füßen befindet sich der Heilige Nepomuk. Auf den drei Seiten des Sockels sind Halbreliefs eingemeißelt, die bedeutende Szenen aus dem Martyrium des Heiligen Nepomuk darstellen: Bischof Nepomuk nimmt der Königin die Beichte ab, das Gespräch Nepomuks mit dem Kaiser Venceslav, der das Beichtgeheimnis erfahren will und die Peinigung Nepomuks, bevor er in Prag von der Brücke in das Wasser der Moldau geworfen wird, weil er sich weigerte das Beichtgeheimnis preiszugeben.

 

Marienstatue, Freiheitsplatz, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Das Alte Rathaus wurde 1735 auf der Nordseite des Platzes errichtet und ist ein Bauwerk des Architekten Pietro del Bonzo. Während der Renovierung von 1935 wurden die barocken Elemente durch Elemente im Renaissancestil ersetzt. Auf dem Giebel ist das Wappen Temeswars zu sehen: ein offenes Tor, das sich zwischen zwei Wehrtürmen befindet. Auf beiden Seiten des Wappens befand sich zwischen 1734 und 1907 eine Inschrift in lateinischer Sprache, in welcher die Heldentaten Prinz Eugens von Savoyen gepriesen wurden.

 

Giebelwappen, Altes Rathauses 2010

Foto: Elisabeth Packi


Auf der rechten Seite des Eingangsbereiches befindet sich eine türkische Inschrift aus dem 17. Jahrhundert. Die Inschrift, die in die Mauer des Rathauses übernommen wurde, handelt vom Bau eines Turmes, wurde aber fälschlicherweise ins Rumänische wie folgt übersetzt: Die Errichtung dieses Bades fällt in die schreckliche Zeit unter Ibrahim Ehan.

 

Türkische Inschrift, Fassade Altes Rathaus, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Der Freiheitspaltz wird von Militärgebäuden beherrscht. Das Gebäude der Garnison wurde 1730 gebaut und beherbergt heute das Militärmuseum. Auf der Westseite des Platzes befindet sich das Militärkasino. Links und rechts vor der Eingangspforte des Kasinos ist jeweils eine Kanone aus dem Zweiten Weltkrieg aufgestellt. Das Militärkasino wurde 1723 als Sitz des Militärkommandanten gebaut. 1977 wurde vor dem Militärkasino die Statue des Dakerkönigs Decebal aufgestellt.   

 

Kanonen vor dem Militärkasino, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Gegenüber dem Militärkasino erhebt sich das imposante Palais der ehemaligen Temeswarer Agrar-Sparkassa, auch als Palais der Kreditbank bekannt. Das Gebäude befindet sich an der Stelle, an der 1733-1736 die Kirche der bosnischen Franziskaner errichtet worden war, die jedoch 1911 abgerissen wurde. Sie bildete einst die Verlängerung des Klostergebäudes, in dem heute die Kunstschule untergebracht ist. In der Mauer des Gebäudes ist heute noch eine steckengebliebene Kanonenkugel aus der Zeit der ottomanischen Besatzung zu sehen.


Freiheitsplatz, ehemalige Agrar-Sparkassa, 2010-11-20

Foto: Elisabeth Packi


Domplatz

Der Domplatz (Piata Unirii), ursprünglich das bürgerliche Zentrum der Festung, wird von einem beeindruckenden architektonischen Gebäudekomplex umgeben.

Das interessanteste Bauwerk ist der Römisch-Katholische Dom. Der Dom gilt als das wertvollste barocke Bauwerk der Stadt. Die Kirche ist einheitlich in barockem Stil gehalten und wurde nach Plänen aus dem Atelier des Architekten Fischer von Erlach aus Wien gefertigt. Die Ornamente weisen eine Verflechtung von Barock- und Rokokoelementen auf. Das Hochaltarbild stammt aus der Hand des Malers Michael Unterberger, der damalige Direktor der Wiener Akademie für bildende Künste. Es stellt den Hl. Georg dar. Weitere acht Altäre vervollständigen die Innenansicht des Doms. Zwei der Altäre, links und rechts vor dem Hauptaltar, wurden erst später aus Spendengeldern angefertigt und sind in gotischem Stil gehalten. Die außergewöhnlich gute Akustik des Doms wird häufig für Orgelkonzerte und Konzertaufnahmen genutzt. Die zwei Nebentürme sind mit Uhrwerken des Temeswarer Uhrmachers Joseph Martin Kindl versehen.

 

Römisch-katholischer Dom, 2010

Foto: Elisabeth Packi


In der Mitte des Domplatzes ragt das Denkmal der Heiligen Dreifaltigkeit empor. Das wertvolle barocke Standbild
wurde zwischen 1739-1740 von dem Bildhauer Georg Raphael Donner in Wien geschaffen und auf dem Wasserweg nach Timișoara transportiert. Die Dreifaltigkeitssäule besteht aus einem dreieckigen Sockel, auf dem drei Reliefs die Plagen der damaligen Zeit - Krieg, Hunger und Pest - darstellen. Es folgt die Säule, welche in einem ionischen Kapitell endet, auf dem die Dreifaltigkeit thront: Gott Vater und Sohn halten die Himmelskrone über die zu ihren Füßen kniende Jungfrau Maria. Die Taubengestalt des Heiligen Geistes schwebt in einem Strahlenkreis über ihnen. Am Fuße der mit Wolken und Engeln geschmückten Säule befinden sich die Statuen von drei Heiligen. Die Statue wurde von Deschan von Hansen aus Dankbarkeit für die überstandene Pestseuche 1738-1739 gestiftet.

 

Pestsäule, Kapitel, 2010

Foto: Elisabeth Packi


In unmittelbarer Nähe des Denkmals führen ein paar Stufen zu einer Quelle mit Mineralwasser, der Artesibrunnen, welcher 1894 bis zu einer Tiefe von 412 Meter gebohrt wurde. Das Wasser dieser Quelle wird von vielen Temeswarern wegen seiner heilenden und vorbeugenden Wirkung gern getrunken.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Doms befindet sich die Serbisch-Orthodoxe Bischofskathedrale. Diese Kathedrale wurde zwischen 1744 und 1748 in neuromanischem Stil erbaut. Erst 1791 wurden die beiden Türme hinzugefügt und die fünf Glocken installiert. Gleich daneben befindet sich das Palais der Serbischen Diözese.

 

Serbisch-orthodoxe Diözese, 2002

Foto: Elisabeth Packi


Auf der Südseite des Domplatzes befindet sich das Barocke Palais, in welchem sich von 1779 bis 1848 das Komitatshaus befand. 1886 wurde es schließlich zum Sitz der Präfektur. Heute ist in dem Gebäude das Kunstmuseum untergebracht.

 

Kunstmuseum 2010

Foto: Elisabeth Packi


Auf der Nordseite des Domplaztes befinden sich die sogenannten „Häuser der Domherren“ sowie die kleine Lenauschule und auf der Gheorghe-Lazar-Straße, in unmittelbarer Nähe, das Nikolaus-Lenau-Lyzeum.

 

Kleine Lenauschule, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Die architektonisch wertvollen Gebäude auf dem Domplatz stehen heute zum Großteil unter Denkmalschutz.

Der Domplatz war auch als Marktplatz sehr beliebt, bis 1966 der neue Marktplatz "Timisoara 700" eröffnet wurde. Mit dieser Neueröffnung endeten die Markttätigkeiten auf dem Domplatz.

 

Opernplatz

Der wichtigste und beeindruckendste Platz des heutigen Temeswar ist der Opernplatz/Siegesplatz (Piata Victoriei). Von hier aus führen die wichtigsten Straßen strahlenförmig in die anderen Stadtteile. Das Stadtzentrum ist heute noch stark von der barocken Architektur der Wiener Epoche geprägt.

 

Weißpalais, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Das neue Stadtzentrum entstand zwischen den Jahren 1910 und 1913, als die Prunkbauten ab dem Nationaltheater errichtet wurden und später noch die Orthodoxe Kathedrale hinzu kam. Wie gut dieses neue Stadtzentrum bei den Stadtbewohnern ankam, sollte sich bald zeigen. Die Prachtstraße wurde in kürzester Zeit Haupttreffpunkt aller Bürger. Der Platz wurde 1961-1963 beendet. 1988-1989 wurde der Opernplatz durch die Umleitung der Straßenbahnlinie zur Fußgängerzone.

Die Lloydzeile, der Raum zwischen der Oper und der Orthodoxen Kathedrale, bildet das eigentliche Zentrum der Stadt. Der Opernplatz wird von geschmackvoll angelegten und schön gepflegten Grünanlagen gesäumt, welche die beiden imposanten Gebäudezeilen des „Corso“ und des gegenüberliegenden „Surogat“ (Ersatz) miteinander verbinden.

Mitten auf diesem Platz befinden sich ein Springbrunnen sowie das Denkmal der "Wölfin", ein Geschenk an die Stadt Temeswar seitens der Stadtverwaltung Roms. Das Denkmal ist eine exakte Kopie der berühmten "Lupa Capitolina". Zu Ehren der Helden der Revolution vom Dezember 1989 wurde 1999 das Denkmal „Das gebrochen Kreuz“ (Crucea franta) vor der Kathedrale errichtet.

 

Lloydpalais, 2010

Foto: Elisabeth Packi    

                                                 

Die Prunkbauten entlang des Opernplatzes zeichnen sich durch ihre Eleganz und Monumentalität aus, die mittels vieler Ornamente wie Pfeiler, Statuen und Säulen unterstrichen werden. Die Gehsteige, die beidseitig die Fußgängerzone einrahmen, bilden die Flaniermeile der Temeswarer. Die Bezeichnung "Corso" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet unter anderem auch Prachtstraße oder sehr breite, schöne und baumbestandene Straße. Dies entspricht ganz gewiss dem Erscheinungsbild der Lloydzeile. Die Lloydzeile ist 360 m lang und 56 m breit, wobei sie sich in Richtung Kathedrale noch weiter öffnet.

Das Operngebäude, das einstige deutsche "Franz-Josef-Theater", wurde nach einem Brand völlig neu aufgebaut und beherbergt heute die Staatsoper, das Rumänische Nationaltheater, das Deutsche Staatstheater und das Ungarische Staatstheater.

Franz-Joseph-Theater

Alte Postkarte, 1930


1922-1928 erhielt das Gebäude seine heutige, im byzantinischen Stil errichtete, Fassade.

 

Oper, 2010, Sicht vom Springbrunnen

Foto: Elisabeth Packi

 

Die schlanke, vielfarbige Orthodoxe Kathedrale (1936-1946) ist eine gelungene Kombination von mehreren architektonischen Stilen: die Gliederung des Gebäudes in Form eines Kreuzes erinnert an die Hagia Sophia in Konstantinopel, die bunt glasierten Keramikziegeln jedoch an die moldauischen Kirchen.

Die Kathedrale hat 11 Türme, 3 Tore und fasst 4500 Personen. Sie wurde 1947 im Beisein Seiner Majestät König Michael I. von Rumänien eingeweiht. Im Untergeschoss der Kathedrale ist ein Kunstmuseum mit wertvollen Kultgegenständen eingerichtet.

 

 

Rumänisch-Orthodoxe Kathedrale, 2010

Foto: Elisabeth Packi 


Auf der linken Seite der Kathedrale befindet sich das Capitol-Kino und gegenüber dem Kino das Rathaus der Stadt. Auf der rechten Seite der Kathedrale erstreckt sich der Zentralpark. Hier wurde
am 3. August 2009 die Allee der Persönlichkeiten festlich eingeweiht. 

 

Hunyadi-Platz

Das Hunyadi-Kastell steht an der Stelle, an der König Karl Robert von Anjou in den Jahren 1307 bis 1315 den Bau eines Schlosses angeordnet hatte, welches ihm als Residenz dienen sollte.
Seinen Namen verdankt das Schloss dem Grafen von Temesch, Johann von Hunyadi. Er bewohnte das Schloss von 1441-1456 und ließ es 1443, nachdem es durch ein Erdbeben beschädigt wurde, neu aufbauen.

 

Banater Museum, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Ab dem 18. Jahrhundert diente das Schloss als Kaserne und Artilleriezeughaus, wurde mehrmals bombardiert und 1856 im jetzigen Stil komplett wieder aufgebaut. Es besitzt einen Turm und eine rote Ziegelfront.
Heute ist in dem Schloss das Banater Museum untergebracht.
Gleich neben dem Schloss befindet sich die Berufsschule für Elektrotechnik. Sie wurde 1900 von dem Baumeister Eduard Reiter erbaut. Vor der Schule ist ein kleiner, sehr gepflegter Park.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Schulgebäude der Berufsschule für Leichtindustrie, in welchem sich von 1864-1881 die Mädchenschule der Notre-Dame Schulschwestern befand, bis sie in das Mutterhaus in der Josefstadt umzog.

 

Horaziu-Platz

Das Piaristengymnasium, welches 1904 erbaut und 1935 aufgestockt wurde, ist ein weiteres imposantes Gebäude in der Innenstadt. In ihm befinden sich heute ein Teil der Hochschule für Elektrotechnik und Chemie, sowie die Bibliothek der Technischen Universität. Zu dem Gebäudekomplex gehört auch eine römisch-katholische Kirche. Der Altar der Kirche stammt aus München. Der Gebäudekomplex wurde von dem technischen Ministerialrat Alexander Baumgartner entworfen und von dem Baumeister Arnold Merbl ausgeführt.

 

Piaristengymnasium, 2002

Foto: Elisabeth Packi


Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes befindet sich das staatliche Kinderasyl und die Kinderklinik des Weißen-Kreuz-Vereins. Beide Institutionen wurden 1904 eingerichtet und der Bau wurde von dem Vorsitzenden des Vereins Anton Sailer ermöglicht. Seine Büste, welche ihm zu Ehren hier aufgestellt wurde, steht heute noch vor der Anstalt. Anton Sailer stiftete Zeit seines Lebens Krankenhäuser, Kinderheime, Alten- und Armenheime und war der Gründer des Blindenasyls in der Elisabethstadt.
Auf der anderen Straßenseite gelangt man zum Haupteingang des Zentralparks.

 

Doicesti-Platz

Im nördlichen Teil der Innenstadt erstreckt sich über ein ganzes Wohnviertel das Dikasterial-Palais. Dieses größte öffentliche Gebäude Temeswars, dessen Grundsteinlegung 1850 stattfand, wurde im florentinischen Renaissancestil erbaut und 1860 fertiggestellt. Es ist eine Nachahmung des Palazzo Strozzi in Florenz. Das Dikasterial-Palais ist ein monumentaler Bau, der die gesamte Zone beherrscht und ein ganzes Karree einnimmt. Der Bau hat seiner Größe entsprechend mehrere Eingänge. Das dreigeschossige viereckige Gebäude hat eine Fläche von 5000 m², es umschließt 3 Innenhöfe und hat ca. 350 Räume.

 

Dikasterialgebäude, 2010

Foto: Elisabeth Packi


Die Benennung "dikasterion" kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Schwurgericht. Das Gebäude hatte im Laufe der Zeit verschiedene Verwendungszwecke. Heute sind in dem Gebäude 17 Institutionen untergebracht: das Munizipalgericht, das Kreisgericht, das Staatsnotariat, das Advokatenkollegium, die Munizipalstaatsanwaltschaft, die Kreisanwaltschaft, das Staatsarchiv u.v.m.
Der Springbrunnen der vier Himmelsrichtungen, welcher sich in unmittelbarer Nähe befindet, erhöht die Schönheit des Gebäudes.
Hier befinden sich auch die bedeutendsten Überreste der Festungsmauer. Sie beherbergen das Antiquariat, eine Buchhandlung, das ethnografische Museum sowie eine Cafeteria, eine Weinstube und einen Second-Hand-Shop.

 

Elisabeth Packi

Zufälliges Bild

Obelisk - Trajansplatz

Benutzeranmeldung

Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 0 Gäste online.

Display Pagerank