Gunnesch, Roland (*1944)

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Ans Aufhören denkt er noch nicht. Handball-Weltmeister Roland Gunnesch kommt ins Rentenalter.


Handball-Weltmeister Roland Gunnesch kommt ins Rentenalter: Am 25 März feiert Roli, wie ihn seine Freunde und Fans nennen, in Nürnberg seinen 65 Geburtstag. Doch ans Aufhören denkt der aus dem siebenbürgischen Denndorf stammende Gunnesch noch nicht. Er will weiter arbeiten als Elektrotechnik-Ingenieur in der von den Banater Unternehmern Dr. Hartwig  Michels und  Dr. Knud Klingler gegründeten Firma Deutsche Luftgleitsysteme (DELU), für die er seit 1993 tätig ist. Roli hat anscheinend neuen Auftrieb erfahren nach einer gelungenen Hüftgelenkoperation.

In Siebenbürgen wurde er für den Handball entdeckt,  im Banat ist er als Spieler groß  herausgekommen. Gunnesch wurde mit zwei WM-Titeln, errungen 1970 in Frankreich und 1974 in der DDR, dem Gewinn der Bronzemedaille und der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in München 1972 und  in Montreal 1976  sowie der Bronzemedaille bei der WM in Schweden 1967 einer der erfolgreichsten Handballer überhaupt. Kein rumäniendeutscher Handballer hat mehr Medaillen bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen gewonnen als er. In die rumänische Nationalmannschaft wurde er 217mal berufen.

Die Karriere des  Modellathleten beginnt an der Bergschule  in Schäßburg. Hans Zultner,  1948 Landesmeister im Großfeldhandball mit Vointa Schäßburg und später mit CCA Bukarest, entdeckt Roland für den Handballsport. Er wechselt 1962 zum Regionalligisten Victoria Schäßburg, mit dem er 1963 in die erste Liga aufsteigt. 1964 ist er dank Trainer Constantin Jude bei Politehnica Temeswar.

19 Jahre lang wird er als Spieler in Poli-Diensten stehen und eine internationale Bilderbuchkarriere machen. Für Poli ist er in den fast zwei Jahrzehnten, die er für den Klub spielt, der wahrscheinlich wichtigste Spieler.

Nach dem Ende der aktiven Laufbahn 1983 bleibt Roli der Poli als Vize-Trainer erhalten, bis 1991. Der Abschied ist mit dem Gewinn des Meistertitels verbunden. Die Macht der Bukarester Klubs ist gebrochen.

Dann kehrt Roland seiner Wahlheimat Temeswar, wo er den längsten Lebensabschnitt verbracht hat, den Rücken. Es sind 27 Jahre, davon 19 als Spieler und acht als Trainer. Seither lebt er mit seiner Familie in Nürnberg.


© Von Johann Steiner

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