Die ersten Hydrotechnischen Installationen auf der Bersau

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Die ersten Vorbereitungen, um auf den Fluss Bersau (Bârzava) Holzschwämme betreiben zu können, wurden bereits 1783 unternommen. Die Arbeiten begannen mit dem Errichten von Dämmen, Rechen, Stauseen, bevor man 1785 mit den eigentlichen Holzschwämmen begann. Zum Ausheben der Holzstämme aus dem Wasser wurden in Reschitz, Câlnic und Bokschan drei Rechen gebaut.
 
Aufgrund der hohen Wartung- und Reparaturkosten, sowie auch wegen des stark schwankenden Wasserpegels der Bersau, wurde das Holzschwämmen 1803 schließlich aufgegeben. Die Werksführung der Reschitzer Eisenwerke bekam von der Hofkammer in Wien die Erlaubnis, für 25 Jahre lang 1556 Bauern für Fuhrarbeiten der Holzkohle zu verpflichten. Zu diesem Zweck wurde 1806 die Straße Reschitz – Franzdorf gebaut. Da aber auch diese Art des Transports aufwändig und teuer war, nahm man die Idee des Wassertransports wieder auf.


 
Staudamm Klauss © Adrian Dragan

 

Um den Wasserpegel der Bersau für die Baumschwämme regeln zu können, wurde 1864 der Staudamm an der Stelle „Klauss“, 8,5 Kilometer oberhalb von Franzdorf, errichtet. Der Damm, der aus geschnitzten Tannenstämmen bestand, und mit Stein gefüllt war, hatte eine maximale Höhe von 11,5 Metern, war 76 Meter lang, mit einem Überlauf von 8,4 Meter und Breite und 1,6 Meter Höhe. Für die eventuelle Schlammentfernung und Leerung des Stausees hatte dieser zwei quadratische Öffnungen, durch 1,4 Meter, bzw. 1,9 Meter große Schleusen blockiert. Der See hatte ein Volumen von 140.000 Kubikmeter, mit dem ca. 10.000 Kubikmeter Holz von März bis August befördert werden konnten.
 
Die Holzschwämme auf der Bersau wurde 1865 wieder aufgenommen, zwischen „Klauss“ und „Länd“, auf einer Strecke von 38,8 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 458 Metern. Der dazu benötigte Wasserpegel betrug 0,5…0,6 Meter. Bei einer Fließgeschwindigkeit von 1,8 Meter/Sekunde, brauchte man für den Holztransport ca. 6,5 Stunden.
 
1894 wurde der Staudamm „Klauss“ repariert und vergrößert. Mit einer Höhe von 14 Metern, hatte der Stausee nun eine Fläche von 5 Hektar und einen Volumen von 250.000 Kubikmetern. Die Staumauer wurde nun aus gestampfter Erde, kombiniert mit Steingefüllten Kisten errichtet. In dieser Form funktionierte er bis 1917.
 
 
Fragment aus “Istoricul hidroamenajărilor de pe Bârzava superioară” –               Ingenieur Ioan Cornel Chira, Via Adrian Dragan
 

Übersetzung: Robert Babiak

 


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