Български English Français Deutsch Magyar Italian Română Српски 

Timisoara - Piata Unirii- webcam

Timişoara live

 

 

 

Kreditkarten-Spenden

Der Maler Franz Ferch und seine Semlaker Bilder

DruckversionEinem Freund sendenPDF-Version

 

Von Georg Schmidt, Grevenbroich

 

Vor 110 Jahren wurde der Maler Franz Ferch geboren, der wohl vielseitigste Künstler des 20. Jahrhunderts, der aus den Reihen der Banater Schwaben stammt. Mehr aus Not und durch Zufall in Semlak gelandet, verbringt er in unserem Heimatort eine segensreiche und wegweisende Schaffensperiode seines Lebens. Seit seinem zweijährigen Semlaker Aufenthalt Mitte der Dreißigerjahre entfaltete sich ein langjähriges, freundschaftliches Verhältnis zu diesem Ort. Von seinem Haus in Periam-Port in der Nähe der Perjamoscher Plätt blickte er direkt auf das Semlaker Ufer der Marosch und unser Dorf war nicht viel weiter von dort entfernt als das Gemeindezentrum von Perjamosch.

Besonders der große Semlaker Dienstags-Markt mit seinem bunten Treiben hatte es dem Künstler angetan. Dort konnte man nicht nur günstig einkaufen, sondern auch noch alte Bekannte wiedertreffen. In einem Gespräch erzählte mir seine Tochter Eva: „Immer wieder dienstags fuhren wir nach Semlak, auf den Markt, zur Verwandtschaft oder zum Zahnarzt...“.

Franz Ferch wurde am 4. September 1900 in Rudolfsgnad – heute im serbischen Banat - als drittes Kind des Notars Rudolf Ferch geboren. Der Vater entstammte einer Bogaroscher Lehrerfamilie und die Mutter, Adelheid geb. Hartner, war die Tochter eines gräflichen Gutsverwalters aus Großsanktpeter. Die Familie hatte acht Kinder von denen drei früh verstarben. Die beiden Brüder von Franz, Rudolf und Andreas waren ebenfalls künstlerisch begabt, aber nicht so erfolgreich wie dieser.

Nachdem der Notar Rudolf Ferch 1907 nach Perjamosch versetzt wurde, zog die Familie in unsere Nachbargemeinde und der Sohn Franz besuchte dort die Grundschule und die Bürgerschule.

Ab 1914 ist er Schüler der Kadettenschule in Traiskirchen bei Wien und wird noch 1918 als Fähnrich an die italienische Front geschickt. 1919 kehrt er nach Perjamosch zurück und beginnt nebst einer Tischlerlehre sich künstlerisch zu betätigen.

In den Jahren 1922/23 studiert Ferch Innenarchitektur und Raumgestaltung an der Kunstgewerbeschule in Dresden, fühlt sich aber mehr zur bildenden Kunst, besonders der Malerei, hingezogen. So entsteht in Temeswar 1923 seine erste Ausstellung.

Gefördert durch den Arzt Dr. Gerber erhält Ferch 1924 in Bogarosch mehrere Porträtaufträge und man ermöglicht ihm 1925-27 ein Studium an der Münchner Akademie für bildende Künste. Dort entstehen unter dem Einfluss der Neuromantik die Bilder Kind mit Igel, Spiel der Nymphe, Gang ins Paradies, Hexentanz, Der Zauberer.

Aus München zurückgekehrt wohnt Ferch von 1927 bis 1930 als freischaffender Maler im neu gegründeten Temeswarer Künstlerheim. Dort entstehen bedeutende Bilder mit Banater Thematik wie Die Wacht, Der Altbauer, Meine Schwester in Bogaroscher Tracht, Feldweg, usw.. Für das Bild Eine Bitte mit rumänischer Thematik erhält er 1930 auf der Temeswarer Kunstausstellung den ersten Preis. 1931 zieht der Künstler nach Perjamosch um und malt dort eine erste Variante des Pflügers.

Gefördert von einer Gruppe deutscher Temeswarer Persönlichkeiten fährt Ferch 1935 nach Rom als Gast der Deutschen Akademie in der Villa Massimo. In Rom malt er etwa 70 Bildwerke wie: Die Trajanssäule, Via Appia, Das pittoreske Rom, Ponte vechio, Die Maroniverkäuferin, Ruhende Arbeiter, Arbeitslose.

Franz Ferch schreibt in seinen Erinnerungen: „Das Jahr in Rom ging rasch vorüber. In meiner Heimat angekommen, sortierte und ergänzte ich die Serie und arrangierte im Jahre 1935 eine Ausstellung im damaligen katholischen Jugendheim (in Temeswar). Der erhoffte Erfolg blieb aber aus. Ich musste die 10 besten Bilder meinen Gönnern zur Verfügung stellen; diese wurden dann auch verlost. Einen moralischen Erfolg hatte ich, die Bilder wurden beschaut, die Presse schrieb Schönes und Gutes, doch der Gelderlös blieb weit unter dem Erhofften. Ich glaubte, durch diese Ausstellung viel Geld zu bekommen, um endlich unabhängig zu sein und eine weitere Studienreise zu unternehmen. Es stellte sich wieder heraus, dass man in Temeswar mit Kunst nicht Geld machen kann.

In Temeswar wollte ich keinesfalls verbleiben. Damals ergab sich, dass mein Onkel, Dr. Hartner, in Semlak über der Marosch sich niederlassen wollte und mich aufforderte, mit ihm zusammen nach Semlak zu gehen. Ich willigte ein, und ich und er mieteten ein großes Bauernhaus, er als Advokat, ich als Maler.

Semlak, über der Marosch, war eine große Gemeinde mit ca. 7000 Einwohnern und hatte sieben Kirchen. Die Mehrzahl der Bewohner waren Rumänen, dann Deutsche, magyarisierte Deutsche, die sogenannten Gubaschen, Slowaken, Ungarn und viele Juden. Eine kleine Synagoge und ein jüdischer Friedhof zeugten davon.

Die Semlaker Deutschen evangelischen Glaubens waren ein kerniger Schlag Menschen. Der schwere Boden, die Abgeschiedenheit von Stadt und Land (damals hatten sie noch keine Eisenbahn), die Überbevölkerung, die vielen Nationalitäten im Dorfe, das alles machte diese Menschen hart und zäh. Dort gab es wenige reiche Bauern. Die Joche waren eben stark verteilt. Ich fühlte mich gleich heimisch, zumal die Marosch gleich beim Dorfe floss. Auch Altertümer waren vorhanden. Ich ging des Öfteren auf Suche und fand allerlei schöne Funde.

Einen Monat hindurch ging ich nur spazieren und grübelte über Wie und Was für meine Kunst. Ich wollte Heimatbilder malen, aber nicht solche wie Stefan Jäger sie malte, auch nicht solche, wie ich sie bis jetzt malte. Etwas Neues sollte es sein: den Banater Bauern, den deutschen Menschen im Banat. Einfach und doch monumental sollten diese Menschen dargestellt werden. Nicht den reichen, protzigen Heidebauern, sondern den mit der Scholle kämpfenden Kolonisten, die gesunden Frauen und Mädchen, symbolisch, groß sollten diese Bilder werden.

Zuallererst malte ich einige Porträts. Es entstanden die großen Bauernporträts, einfach, mit wenigen Farben, doch sehr ausdrucksvoll. Auch Kinderporträts in bunten Trachten. Dann malte ich symbolische Kompositionen: Der Kolonist (Siedler), 's Kleeni, Der Jungbauer, Gang in den Frühling, Brotschneider, Ährenprüfender, eine neue Variante des Pflügers. Diese Bilder waren anders wie die bisherigen, es waren tief empfundene Arbeiten.

Die Abgeschiedenheit, Einsamkeit, das Vertiefen in die Probleme ergaben eine Serie Bilder, die in ihrer Art neu waren. Das gelungenste davon, der Michael Bartolf, eine lebensgroße Bauernfigur, gelang mir gut. Ich malte den Tennmann, einen durch Schicksalsschläge verarmten Bauern, der gottergeben für andere Dienste leisten musste; in sein Gesicht malte ich all das Leid und die Kümmernis hinein, was eben so ein Mensch in seinem Leben erdulden musste.

Die Semlaker Zeit war für meine Malerei eine segensreiche Zeit.

1937 beteiligte ich mich an der Kronstädter Ausstellung aller deutschen Künstler Rumäniens. Ich schickte acht große Bauernbilder. Diese Bilder waren für mich ein großer Erfolg. Nicht nur, dass ich alle Bilder gut verkaufte, sondern weil ich mit einem Schlage zu den besten Künstlern aufgerückt bin. Ein Jahr darauf wurde mir der Prinz-Eugen-Preis der Universität Wien zugesprochen. Das war ein Erfolg! Da auch Geld vorhanden war, konnte ich meinen alten Plan, ein Häuschen auf dem schon erwähnten Hügel bei Periam-Port zu bauen, verwirklichen.“

Mit seinen Semlaker Bildern erzielte Ferch seinen ersten durchschlagenden künstlerischen aber auch finanziellen Erfolg.

1939 verleiht ihm die Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung der Wiener Universität den mit 5000 RM dotierten Prinz-Eugen-Preis. In der Begründung heißt es:

„Die Universität Wien verleiht auf einstimmigen Vorschlag des Preisgerichts den Prinz-Eugen-Preis der Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftung, der zur Förderung der geistig-schöpferischen Kräfte im Raume des Südostdeutschtums gestiftet wurde, für das Jahr 1939 Herrn Franz Ferch aus Perjamosch.

Sie ehrt in ihm den volks- und heimatverbundenen Künstler, der in seinen Gemälden das schaffende Bauerntum und das Werden der Banater Kulturlandschaft in urkräftiger Weise zur Darstellung bringt und damit dem stolzen Selbstbewusstsein der Donauschwaben künstlerischen Ausdruck verleiht.

Die Überreichung des Preises und dieser Urkunde fand statt in feierlicher Sitzung der Universität Wien am 30. September 1940.

Der Rektor der Universität, F. Knoll“

Danach errichtete der Künstler sich an der Marosch bei Periam-Port ein Haus und heiratete Eva Glogoviţian, die Tochter eines Sandaushebers mit Semlaker Wurzeln.

Aus dieser Ehe stammen seine beiden Töchter (Eva *1939) und Christine (* 1941).

Robert Reiter, der Temeswarer Journalist und Dichter (später vor allem bekannt unter seinem Pseudonym Franz Liebhard) veröffentlichte 1940 in Temeswar die Studie „Franz Ferch. Ein Banater Maler“. Reiter/Liebhardt hat in der Zwischenkriegszeit und auch nach dem Zweiten Weltkrieg in zahlreichen Presseartikeln über Ferchs künstlerische Leistung berichtet und das Werk des Malers zeitkritisch gewertet. 

In der erwähnten Studie sind auch einige von Ferchs Semlaker Bildern reproduziert. Exemplare dieser Studie befinden sich noch im Besitz einiger Semlaker Familien.

Nach dem Kriegseinsatz im rumänischen Heer und dem Frontenwechsel Rumänens flieht die Familie Ferch 1944 nach Österreich und kehrt erst im Herbst 1945 wieder in die Heimat zurück. Weil damals aber noch die Gefahr bestand, nach Russland verschleppt oder sonstigen Verfolgungen ausgesetzt zu werden, versteckte sich Franz Ferch zusammen mit seiner Tochter Eva in Semlak auf der Salasch von Todor Pescar, einem Verwandten seiner Frau, wo sie den Winter 1945/46 verbrachten und er malte und zeichnete. Er schreibt zu dieser Zeit: „Nach Periam-Port zu kommen, war nicht ratsam, weil ein gewisser, ein Rumäne, mir Rache geschworen hatte. Er wollte sich unser Häuschen in Periam-Port aneignen. Ich hatte mit diesem Menschen gar nichts, im Gegenteil, ich unterstützte immer wieder seinen Vater, der eine vielköpfige Familie zu erhalten hatte. Damals war es aber nicht anders. Das war auch einer von den Großmäulern, der sich auf Kosten eines
Deutschen bereichern wollte.

Im Frühjahr überwanden wir auch diese Gefahr und zogen wieder in das leere Maroschhaus ein. Wir besaßen nichts. Auf einem Strohsack schliefen wir mit den Kindern. Stückweise mussten wir alles wieder anschaffen. Man hat uns und Mutters Haus total ausgeraubt. Ich arbeitete fieberhaft, malte Aquarelle, Tuschezeichnungen und ging nach Temeswar hausieren. Langsam, langsam erholten wir uns und begannen ein neues Leben.

In dieser Zeit schuf ich nichts Besonderes. Alle meine Bilder waren für den Verkauf gedacht. Leichte Landschaften, viele Zeichnungen. In Temeswar spürte man nicht so die Kriegsfolgen wie auf den Dörfern. Es waren noch Menschen da, die für ein gefärbtes Aquarell Geld erübrigten. Doch es waren kleine Summen. Von meinen Kollegen erfuhr ich vorläufig nichts.“

Franz Ferch im Temeswarer Atelier

vor seinem Bildnis des Dichters Adam Müller-Guttenbrunn

Foto: Walther Konschitzky


 

Nach dem Krieg wird auch in Rumänien der Sozialistische Realismus allmählich zur diktierten Kunstrichtung und auch Ferch muss sich dieser anpassen. Für sein Bild Wiederaufbau erhält er 1949 einen Preis des Staatskomitees für Kunst und Kultur und wird 1950 als Professor an die Temeswarer Mittelschule für bildende Kunst berufen. Die Familie zog nach Temeswar um, aber das Haus an der Marosch wurde behalten.

In der Zeitspanne 1959-69 ist Franz Ferch Vorsitzender der Temeswarer Filiale des Verbands bildender Künstler. Er hat im Turm des Hunyadi-Kastells, welches das Temeswarer Kreismuseum beherbergte, sein Atelier, und wird auch für die Ausstattung dieses Museum beschäftigt. Er stellt im Sinne des Sozialistischen Realismus die Gegenwart künstlerisch dar, in Gemälden wie: Die Traktoristin, Bewässerung, Verbrüderung, Die erste Furche, Baustelle, Bahnhofsübergang. In diese Zeit fallen auch seine historischen Bilder (Dózsa-Zyklus, Die Hauensteiner) sowie abstrakte Aquarelle und Distelmotive.

1965 zieht der Künstler in ein neues Atelier im Tipografilor-Viertel. Hier entstehen bis zur Auswanderung die dekorativen Heimatbilder Kerweih, Banater Dorf, Fest, das Porträt Adam Müller-Guttenbrunn, Ihre Welt sowie die Sportbilder.

Beim Angeln an der Marosch

Foto: Walther Konschitzky


Zum 70. Geburtstag richtet Ferch 1970 in Temeswar eine Ausstellung mit drei thematischen Aquarellzyklen aus: Industrie, Archäologie, Heide.

1975 veröffentlicht Annemarie Podlipny-Hehn im Bukarester Kriterion Verlag die Monographie „Franz Ferch“.

In die Bundesrepublik Deutschland siedelt Franz Ferch 1979 aus und bezieht in Freiburg-Landwasser eine Wohnung. Es entstehen Heidelandschaften, Disteln und Architektur- und Stimmungsbilder.

1981 richtete das Haus der Donauschwaben in Sindelfingen dem Künstler eine Ausstellung aus. Dabei wurde ihm die Ehrengabe zum Donauschwäbischen Kulturpreis überreicht.

Am 20. November 1981 stirbt der Künstler an Herzversagen und wird am 26. November auf dem Freiburger Hauptfriedhof beigesetzt.

In einem langen Künstlerleben schuf Ferch rund 600 Bilder, die in viele Länder verstreut sind. Mehrere der nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Bilder befinden sich im Banater Museum und im Besitz zahlreicher öffentlicher Institutionen in Rumänien. Die frühen Arbeiten haben fast ausnahmslos private Käufer gefunden. Viele sind heute verschollen, leider auch einige seiner großen Semlaker Werke.

Für sein künstlerisches Schaffen sind dem Maler Franz Ferch zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen zuteil geworden: 1930 Erster Preis der Stadt Temeswar für Malerei; 1935 Bronzemedaille einer Schwarz-Weiß-Ausstellung in Rom; 1939 Prinz-Eugen Preis der Wiener Universität; 1948 Preis der Bukarester Landesausstellung bildender Künstler; 1955 Arbeitsorden III. Klasse; 1964 Stern der Republik V. Klasse; 1966 Für kulturelle Verdienste III. Klasse; 1970 Für kulturelle Verdienste II. Klasse; 1980 Ehrengabe zum Donauschwäbischen Kulturpreis.

 

Zur tieferen kunsthistorische Einarbeit in das Werk dieses Künstlers sind die weiter unten angegebenen Literaturhinweise zu empfehlen. Wir wollen uns hier einigen seiner Semlaker Bilder und deren Geschichte etwas näher zuwenden.

 

Das Haus, in das sich Ferchs Onkel, der Anwalt Dr. Hartner, in Semlak einmietete, trug damals die Nummer 331 und gehörte der Witwe Eva Schäfer geb. Schubkegel. Sie wohnte dort mit ihrer verwitweten Tochter Margarethe und deren 18-jährigem Sohn Michael Bartolf. Diese zogen in ein Nebengebäude[1] im gleichen Hof und Dr. Hartner und Franz Ferch richteten sich im Hauptgebäude[2] ein. So war es naheliegend, dass Ferch sich bald Michael Bartolf als Modell für eines seiner Bilder wählte. Es entstand eines der wichtigsten Werke jener für diesen Künstler so fruchtbaren Schaffensperiode, ein Werk, das in allen Ferch-Monografien eine entsprechende Würdigung erfährt. So schreibt Annemarie Podlipny-Hehn[3]: „Zu den schönsten Gemälden Ferchs aus der Epoche seiner expressiven Monumentalkunst gehört das Werk Michael Bartolf. Es ist Ausdruck der Kraft, der herben Bodenständigkeit...

 

Michael Bartolf, Ölgemälde, ca. 100x150 cm


 

Es versinnbildlicht darüber hinaus eine neue Bauerngeneration, die auf dem Boden ihrer Heimat – dem auch in diesem Bilde wieder viel Raum zugemessen wurde – feste Wurzel gefasst hat, wie der junge Baum an der Seite des Dargestellten“.

Michael Bartolf wurde am 31 März 1917 in Semlak als Sohn einer Bauernfamilie geboren. Sein Vater Samuel starb 1918, erst 29jährig im Ersten Weltkrieg und hinterließ eine Witwe mit zwei kleinen Kindern. Der junge Michael wurde als Knecht zu einem Bauern verdingt, wohl mehr, um den Beruf des Bauern zu erlernen, als aus Not. 1937 heiratete er Maria Kaiser. Aus dieser Ehe stammen die Töchter Katharina verh. Schilling (*1939) und Anna-Maria Monika verh. Jost (*1941). Michael Bartolf teilte das Schicksal so vieler seiner Altersgenossen, mit Kriegseinsatz, Russlandverschleppung und Enteignung. Nach dem Krieg war er, bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 1978, als Veterinärgehilfe in Semlak tätig.

Im Bildnis des Michael Bartolf ist, wie in weiteren Semlaker Bauernbildern des Künstlers auch, der starke Einfluss zu spüren, den das Werk des österreichischen Malers Albin Egger-Lienz[4], besonders die Arbeiten aus dessen monumental-dekorativer Periode, damals auf Franz Ferch ausgeübt hat.

Den Bauernbildnissen beider Künstler ist gemein, dass sie die Porträtierten nicht als Teil einer lieblichen, fröhlichen bäuerlichen Idylle darstellen. Es sind viel mehr Bilder mit Symbolkraft, idealistisch aufgeladen, die auf ein karges, auf das Wesentliche reduziert, mit Körperkraft schaffendes Leben hindeuten.

Das Ölgemälde Michael Bartolf wurde bei der ersten Gesamtschau deutscher Künstler in Rumänien im Mai 1937 zusammen mit weiteren sieben großen Bauernbildern Ferchs in Kronstadt im Palais Scherg ausgestellt. Die meisten dieser Bilder wurden in Semlak gemalt.

Im Siebenbürgisch-Deutschen Tageblatt vom 9. Mai 1937 schreibt Fr. von Kyllien zur Eröffnung dieser Ausstellung: „Die entschieden wertvollste Bekanntschaft, die uns diese Ausstellung vermittelt, ist die des großen Banater Malers Franz Ferch aus Perjamosch. In seinen monumentalen schwäbischen Bauernporträts, dem Pflüger und dem Jungbauern verbindet dieser im Boden seiner Heimat wurzelnde echte Künstler eine seltene Gestaltungskraft mit vollendeter Technik und vermag so seine Gestalten zur Höhe symbolischer Geschlossenheit zu steigern“.

Die Kronstädter Zeitung vom 9. Mai 1937 schreibt: „Doch über diese siebenbürgischen Künstler hinaus... beschäftigen wir uns mit den drei Banater Ferchs. Wir nehmen an, dass es drei Brüder sind, obgleich sie in ihrem Schaffen so gut wie keine Ähnlichkeit aufweisen. Der eindrucksvollste von ihnen ist der Porträtist Franz Ferch. Seine in der Art eines Egger-Lienz geschauten Bauern lassen Erkennen, dass wir es bei ihm mit einem starken malerischen Talent zu tun haben. Seine in leuchtendes Braun gebannten und von gleichen Farben umflossenen Gestalten atmen warmen Erdgeruch. Wenn bei keinem anderen Künstler, so fühlen wir bei Franz Ferch die blutmäßige Nähe, die nicht allein von den dargestellten Gestalten, sondern vor allem von der wuchtigen und doch liebevollen Durchführung des bildlichen Auftrages spricht. Besonders das Bildnis des Banater Jungbauern[5] und das der daneben gestellten Banater Jungschwäbin sind starke Proben einer offenbar noch jungen vielversprechenden Kraft...“

An dieser großen Kunstausstellung nahmen über vierzig deutsche bildende Künstler – Maler und Bildhauer – aus fast allen Siedlungsgebieten Rumäniens, mit Ausnahme Bessarabiens, teil. Die meisten kamen naturgemäß aus Siebenbürgen. Das Banat war neben Franz Ferch noch vertreten durch seine beiden Brüder Andreas und Rudolf, sowie durch den Maler Emil Lenhardt und den Bildhauer Sebastian Rothschingk, beide aus Temeswar.

Franz Ferch hatte bei dieser Ausstellung nicht nur einen großen künstlerischen Erfolg, sondern durch den Verkauf sämtlicher von ihm ausgestellten Bilder, auch den bis dahin größten finanziellen Erfolg seiner Karriere.

Die damals verkauften Bilder gelangten alle in Privatbesitz nach Siebenbürgen, die meisten sind heute verschollen, und es gibt leider nur noch schwarz-weiße Reproduktionen. Das Bildnis der Susanna Schulz gelangte in den Besitz von Wilhelm Scherg in Kronstadt, eine Variante des Pflügers von 1937 wurde von einer Familie Wagner aus Kronstadt gekauft, der Brotschneider ging an Fritz Fabritius in Hermannstadt. Den Michael Bartolf erwarb die, damals schon sehr bekannte, Kronstädter Bildhauerin Dr. Margarete (Thea) Depner geb. Scherg, die selbst mit viel Erfolg auf der 1937er Ausstellung vertreten war. Dieses Bild erlebte danach eine wahre Odyssee, auf die wir ausführlicher eingehen wollen.

Margarete Depner (* 22.3.1885, † 2.9.1970, Kronstadt) studierte Kunst in Kronstadt, Berlin und Paris und wandte sich schon früh der Bildhauerei zu. Ihr verdankt die siebenbürgische Kunst die Revitalisierung dieses Genres, in dem nach der Renaissance und dem Barock nur noch weniger Bedeutendes entstanden war.

Sie hat in ihrem langen Künstlerleben unzählige anmutige, klassizistisch beeinflusste Skulpturen, vor allem Mädchen und Frauen darstellend, geschaffen. Dass diese große Künstlerin ein Bild wie das den Michael Bartolf darstellende Ferch-Gemälde erwarb und ein Leben lang achtete, spricht für die Bedeutung dieses Werkes.

Nachdem Margarete Depner verstarb, ging das Bild an ihre Tochter Dr. Maja Philippi-Depner, die bekannte Kronstädter Historikerin, die vielen von uns noch aus ihren Beiträgen aus der Tageszeitung „Neuer Weg“ bekannt sein dürfte. Sie war die Gattin des ebenfalls bekannten Professors, Geografen und Musikers, Kurt Philippi, eines Kronstädter Urgesteins. Zu Prof. Philippi hatte unser ehemaliger Ortspfarrer, Herr Klaus Daniel, familiäre Beziehungen.

Weil Franz Ferch das Bild mit „Michael Bartolf. Semlak“ beschriftet hatte, brachte Frau Philippi es 1974 anlässlich eines Besuchs nach Semlak zu Pfarrer Daniel, der Michael Bartolf als Mitglied seiner Gemeinde natürlich kannte, und bot es diesem zum Kauf an. So kam es wieder an die Stelle seiner Entstehung zurück und in den Besitz des Dargestellten.

Nach dem Tod von Michael Bartolf siedelte seine Familie nach Deutschland aus. Bei einem ersten Versuch den „Michael Bartolf“ mit nach Deutschland zu nehmen, wurde das Bild an der rumänischen Grenze in Nadlak beschlagnahmt und anschließend schwer beschädigt. Erst nach einem erneuten Besuch in Rumänien konnten Michael und Mariechen Jost es über Beziehungen auslösen und nach Deutschland mitnehmen. So lagerte es viele Jahre lang in einem erbärmlichen Zustand bei Frau Maria Bartolf geb. Kaiser, Michael Bartolfs Gattin. Meine wiederholten Bemühungen, auch mit Hilfe der Landsmannschaft der Banater Schwaben, das Bild einer professionellen Restaurierung zuzuführen, scheiterten leider. Nach dem Ableben von Maria Bartolf hat die Familie Jost es durch den Maler Helmut Petendra restaurieren lassen und bewahrt es an einem ehrenvollen Platz in ihrem Haus in Groß-Zimmern auf.

Das erste bedeutende Gemälde, das Ferch 1936 in Semlak schuf, ist das von ihm mit 's Kleeni (Die Kleine) betiteltes Bildnis eines Mädchens in Semlaker bäuerischer Tracht und stellt Susanna Schulz verh. Nun (*1929 – †1991) dar, die Tochter von Michael und Susanna Schulz. Es kündigt das fruchtbarste Schaffensjahr des Malers (1936/37) an, in dem seine großen Bauernbilder entstehen sollten.

Michael Schulz's Schwester Margarethe war mit Samuel Hodacsek verheiratet, der in jenen Jahren die Semlaker Fähre über die Marosch betrieb. Da Ferch sich gerne an den nahe gelegenen Badeplätzen aufhielt und sicher auch öfter die Fähre benutzte, lernte er die Familie Hodacsek und deren Tochter Katharina (*1921) kennen. Als Ferch eines Sonntags Susanna Schulz in Feiertagskleidung bei den Hodacseks antraf, war er sofort entschlossen, das kleine Mädchen zu malen. So kam es, dass fortan Katharina Hodacsek die kleine Susi immer wieder zu Ferch begleiten musste, bis er diese gemalt hatte. Aus dieser Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft, die lange andauerte, auch nachdem Katharina Hodacsek Samuel Klamm, den Dentisten, heiratete. Zu ihm kam Ferch nach dem Krieg mit seiner Familie aus Perjamosch zur zahnärztlichen Behandlung nach Semlak.

 

 

„'s Kleeni“ (Susanna Schulz), Ölgemälde, 100x90 cm


 

Das Bild „'s Kleeni“ kam in Kronstadt in den Besitz von Wilheln Scherg und ist heute leider verschollen. Wir besitzen nur eine schwarz-weiß Reproduktion.

Annemarie Podlipny-Hehn schreibt in ihrer 1975 im Bukarester Kriterion-Verlag erschienenen Ferch-Monografie:

„Die überzeugend lebendig gemalte Mädchenfigur steht vor dem flächigen Hintergrund. Es besteht eine Einheit zwischen der Komposition und den Stimmungswerten der Farben: Der grünlich-blaue Rock, die lichte Schürze, die geblümte rosa Jacke, dies alles ergibt auf dem Hintergrund der hellen Wand eine zarte Farbenharmonie. Das Bild zeichnet sich durch Schlichtheit in der Auffassung des Themas, durch Klarheit der Zeichnung, Einfachheit der Formen, Kraft des Ausdrucks aus. Was hier schon im Ansatz vorhanden ist, wird sich in späteren Werken zur wuchtigen Bauernmonumentalität entwickeln“.

 

Während seiner Semlaker Zeit hat Ferch - neben seiner künstlerisch schöpferischen Arbeit - auch bezahlte Auftragsarbeiten angenommen. Ein Beispiel dafür ist ein Bild, das sich auch heute noch in unserer Familie befindet.

Barbara Bartolf war das vierzehnte und letzte Kind meiner Urgroßeltern Heinrich Bartolf und Susanna geb. Schmidt. Sie wurde am 22.12.1910 geboren und war 19 Jahre jünger als ihre einzige Schwester, die überlebt hatte: meine Großmutter Eva Schmidt geb. Bartolf. Dieses Schwesterchen verbrachte viel Zeit bei meiner Großmutter und ihren beiden Kindern Georg (*1912) und Julianna (*1915).

In Semlak gab es den althergebrachten Aberglauben, nach dem man auf keinen Fall an einem 1. August in der Marosch baden sollte. Dieser Aberglaube bestätigte sich am 1. August 1922 auf tragische Weise, und zwar doppelt. An jenem Tag ertranken gemeinsam Julianna Schmidt (Henner, *1907) und Barbara Bartolf, genannt Bäwl, das Nesthäkchen meiner Urgroßeltern.

Das Foto, nach dem Ferch das Bildnis der kleinen Bäwl malte, wurde 1916 aufgenommen und wurde meinem Großvater Schmidt nach Russland geschickt, der dort im Ersten Weltkrieg Soldat war. Nach dem Tod meines Urgroßvaters kam das Bild in den Besitz meiner Großmutter Eva Schmidt und befindet sich heute in Düsseldorf bei meiner Schwester Katharina Kaiser.

Barbara Bartolfs Elternhaus stand in der Gemeindehausgasse (damals Nr. 363), wenige Häuser von dem Haus entfernt, in dem Ferch wohnte. Dem gegenüber war das Haus von Konrad Klamm, von dem der Ferch 1937 ein monumentales Porträt geschaffen hat.

Unser Urgroßvater Heinrich Bartolf und Konrad Klamm, beide schon im Ausbehalt lebend, saßen oft gemeinsam auf dem Bänkelchen auf der Straße vor ihren Häusern, und sind so bestimmt mit Ferch, der dort immer vorbei ging, ins Gespräch gekommen.

Eva Schmidt mit ihren Kindern Georg
und Juliana sowie Barbara Bartolf

Barbara Bartolf
Öl 39x45 cm 

Konrad Klamm wurde am 26. Januar 1862 in Semlak im Haus Nr. 600 (früher 325) geboren und verbrachte dort sein ganzes Leben bis er 1946 im Alter von 84 Jahren verstarb. Ihm wurden in seinem langen Leben aus zwei Ehen 17 Kinder geboren, von denen nur sechs erwachsen wurden.

Ferch malt ihn im Alter von 75 Jahren, wie aus der Inschrift auf der oberen Bildseite zu lesen ist, also vermutlich im Jahr 1937. Entstanden ist ein Porträt eines in Würde ergrauten Patriarchen, Altersweisheit und Milde ausstrahlend. Schade, dass wir von diesem Bild keine farbige Reproduktion besitzen und dass auch das Original verschollen ist.

Auch dieses Porträt wurde von Ferch 1937 auf der Gesamtschau deutscher Künstler Rumäniens in Kronstadt ausgestellt und verkauft. Ferch hat damals von all seinen ausgestellten Bildern hochwertige Foto-Reproduktionen machen lassen und eine davon an Konrad Klamm geschickt mit einer liebenswürdigen Widmung: „Meinem lieben alten Herrn Klamm zur freundlichen Erinnerung. Franz Ferch Periam-Port am 30. Juni 1937.“

Portrait des Konrad Klamm, Semlak, Öl auf Leinwand, 1937


 

Das beweist, dass sich zwischen den beiden Herren ein freundschaftliches, vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut hatte. Das Ferch'sche Porträt des Konrad Klamm scheint heutzutage das einzige Bildzeugnis von diesem Mann zu sein, denn von seiner Nachkommen- und Verwandtschaft ist es mir nicht gelungen, ein Foto von ihm zu bekommen.

 

Die Widmung Ferchs an Konrad Klamm


 

Franz Heinz schreibt in „Stationen einer Veränderung. Das Werk des Malers Franz Ferch als künstlerische Chronik der Banater Schwaben“:

„Die Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart des Banats, insbesondere der deutschen Siedler, bildete den thematischen Grundzug im künstlerischen Werk von Franz Ferch“.

Der Mythos der Ansiedlung der Banater Schwaben beschäftigte Ferch schon sehr früh. Eines seiner monumentalen Gemälde - entstanden im Temeswarer Künstlerheim, noch bevor er nach Semlak zog - ist die Wacht (Öl, 192x378 cm), das eine Einwandergruppe am Lagerfeuer darstellt.

Dem selben Siedlerethos der Banater Schwaben entsprungen ist auch das zuerst in Semlak gemalte Bild Der Siedler (Auch Der Kolonist), von dem Ferch, eben wegen der Beliebtheit des Motivs in der Vorkriegszeit, mehrere leicht variierte Wiederholungen schuf.

Eine kräftige Gestalt, fast die gesamte Fläche füllend, dominiert das Bild. Erschütternd karg ist die durchweg lehmfarbene Landschaft und erschütternd einsam steht der Siedler darin, gegen den Boden geduckt, ja verwachsen mit dem Erdreich selbst. Verbissen hart sind die Züge seines Gesichtes, voll konzentriert auf das, was er eben im Begriff ist zu tun: Einen Baum zu pflanzen, als Symbol für ein neues Leben, eine verheißungsvolle Zukunft in einer neuen Heimat.

Das schlichte Siedlerhaus mit dem Schwenkelbrunnen im Hintergrund, verloren in der Einsamkeit der unendlichen Landschaft, symbolisiert gleichsam die Mühsal des Anfangs einer ungewissen Zukunft.

Der Siedler, Öl auf Leinwand 101x81 cm

 

 

Eine Variante des Semlaker Siedlers malte Ferch für Peter Anton[6]. Heute befindet sich dieses Bild in Würzburg im Hause von Maria Anton, der Schwiegertochter von Peter Anton und ist im Besitz ihres Sohnes Dr. Edwin Peter Anton.

Mein besonderer Dank geht an Frau Maria Anton, deren Gastfreundschaft wir genießen durften, und die uns gestattete, den Siedler wie auch den Jungbauer abzulichten.

 

Der Jungbauer, Öl auf Leinwand, 64x50


 

Der Jungbauer unterscheidet sich von Ferchs früheren Bauernporträts. Annemarie Podlipny-Hehn schreibt dazu: „Die Figur ist nicht innerhalb eines Raumes vor einem flachen Hintergrund dargestellt; hier gestaltet der Maler den Hintergrund zu einem Landschaftsausschnitt, dem im Bild eine ebenso wichtige Rolle zukommt wie der Figur: es besteht eine innere Übereinstimmung zwischen der Gestalt und der Landschaft im Hintergrund. In der Folge der Ferchschen Bauernbilder versinnlicht der Jungbauer die neue Generation, die auf dem Boden der Heimat herangewachsen ist, zusammen mit einer jungen Kultur. Die Bauerngestalt ist aus großen Formen gefügt. Schlicht wie das Thema sind auch die Farben des Bildes“.

Wer waren wohl die Semlaker Landsleute, die dem Maler für diese Bilder Modell gestanden sind? Wir wissen es einfach nicht.

Zu Ferchs Semlaker Bildern und der Zeit in der sie entstanden vermerkt Franz Heinz: „Das Mythische hatte seine Zeit im Banat – Ferch erfand nichts und propagierte nichts, alles wuchs ihm entgegen, es gelang ihm intuitiv, diese Zeit der bäuerlichen Selbstbesinnung künstlerisch glaubhaft zu gestalten.

Der Zufall spielte dabei keine unwesentliche Rolle. Es ist kaum anzunehmen, dass die großen Bauernbilder auch in Temeswar entstanden wären. Selbst in einer der reichen Bauerngemeinden wie Bogarosch hätte Ferch wohl nicht zu jener Elementarkraft hingefunden, die ihm in Semlak wie von selbst zufiel.“

 

 

 Fotos: Walther Konschitzky und Georg Schmidt

 

 

 

Literatur

 

Robert Reiter „Franz Ferch. Ein Banater Maler“, Temeswar 1941. Herausgegeben vom Gaukulturamt Banat der Deutschen Volksgemeinschaft in Rumänien.

 

Annemarie Podlipny-Hehn „Franz Ferch“, Kriterion Verlag, Bukarest 1975

 

Franz Heinz „Franz Ferch und seine Banater Welt“, Verlag Südostdeutsches
Kulturwerk, München 1998, ISBN 3-88356-054-5

 

Franz Heinz u. a. „ Franz Ferch – Mensch und Werk. Bilder aus dem Banat“, Westkreuz-Verlag, Berlin/Bonn Bad Münstereifel 1991. ISBN 3-933131-13-1

 

Franz Ferch „Erinnerungen“, Typoskript, unveröffentlicht.



[1] Heute Haus Nr. 606.

[2] Heute Haus Nr. 607

[3] In „Franz Ferch“, Kriterion Verlag, Bukarest 1975, S. 32.

[4] Albin Egger-Lienz, * 29. Januar 1868 in Strohbach, bei Lienz (Osttirol), † 4. November 1926 in St. Justina bei Bozen (Südtirol), österreichischer Maler.

[5] Gemeint sind hier die Bildnisse von Michael Bartolf bzw. von Susanna Schulz.

[6] Peter Anton (*2. Juli 1902 in Wariasch †im Sommer 1946 in einem sowjetischen Gefängnis in Konstantza) war Begründer der landwirtschaftlichen Genossenschaft „Agraria“, ein Konkurrenzunternehmen der von seinem Kusin Johann Anton gegründeten „Zentralgenossenschaft“. Peter Anton stammte aus einer wohlhabenden Warjascher Bauernfamilie, sein Vater Peter Anton sen. war 1906 Mitbegründer der „Ungarländischen Deutschen Volkspartei“.

Peter Anton war 1935 Obmanstellvertreter des „Schwäbischen Landwirtschaftsvereins“ im rumänischen Banat; 1939 Stellvertreter des Landesbauernführers Kaufmes; vom 01.04.1940 - Juni 1941 Gauleiter der Volksgruppe im Banat. (Siehe: Petri, Dr. Anton Peter „Biographisches Lexikon des Banater Deutschtums“, Marquartstein, 1992.)

Zufälliges Bild

Mercy, Florimund (1717-1734)

Benutzeranmeldung

Sponsoren

Platinum sponsors

 

ROMKATEL

KATHREIN


Silver sponsor

ELBA

Wer ist online

Zur Zeit sind 0 Benutzer und 2 Gäste online.

Spread the word

Thank you for spreading the word!

Display Pagerank