Alscher, Otto

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Otto Alscher wurde als Sohn eines Fotografen am 8.1.1880 in dem kleinen Ort Perlasz (heute Perles/Jugoslawien) geboren. Mit elf übersiedelte er mit der Familie nach Orschowa. 1905 erbaute sich Alscher eigenhändig bei Orschowa, im Gratzkatal ein Häuschen, wo er als Jäger und Schriftseller lebte. Alscher besuchte in Wien eine graphische Anstalt, übersiedelte 1911 nach Budapest. Er war als Redakteur des "Pester Lloyd", des "Budapester Tagesblattes" und darauf 1917-18 in Belgrad ("Belgrader Nachrichten") tätig. 1919 übersiedelt er nach Orschowa. Als Jounalist arbeitete er weiter bei der "Deutschen Wacht" und der "Arbeiterzeitung" in Temeswar. 1924 leitet er die "Lugoscher Zeitung". 1939 übersiedelt er nach Temeswar, wo er als Kulturrat tätig ist.. 1942, verarmt und enttäuscht, zieht sich Alscher wieder in seine Orschowaer Einsiedelei zurück. Nach dem Verlust des Waldhauses wegen Schulden zieht sich Alscher mit Familie in das Orschowaer Elternhaus zurück. Otto Alscher stirbt am 30. Dezember 1944 in Targu Jiu.

Sein literarisches Debüt geht auf das Jahr 1908-1909 zurück: Sein Erstlingsroman "Menschen der Peripherie" erscheint in Meschendörfers Kronstädter Zeitschrift "Die Karpathen". 1910 erscheint in Stuttgart der Novellenband "Mühselige und Beladene". Sein wohl bekanntestes Werk, der Roman "Gogan und das Tier" wurde 1912 vom Berliner S. Fischer Verlag herausgebracht. 1914 erscheint im Albert Langen Verlag München Alschers Erzählungsband "Zigeuner", 1928 bei Albert Langen der beachtete Band "Tier und Mensch, Geschichten". Weitere Bände von Otto Alscher, der vor allem für seine einfühlsamen Tiergeschichten geschätzt wurde: "Zwei Mörder in der Wildnis", "Die Bärin, Besinnliche Tiergeschichten". Nach 1945 besorgte Herausgeber Heinz Stanescu einige Sammelbände aus dem Werk von Otto Alscher (Literaturverlag, Jugendverlag, Facla-Verlag). Aus dem Alschers Nachlaß (zum Glück von Alschers ehemaligem Nachbar Geza Hutterer vor der Orschowa-Überschwemmung gerettet) verlegte Franz Heinz im Kriterion-Verlag u.a. den Roman "Der Löwentöter" und das "Belgrader Tagebuch

Alscher wurde er 1944, als Rumänien dem Dritten Reich den Krieg erklärt hatte, in ein Lager in Tirgu Jiu eingewiesen, wo er am 30.12.1944 starb.

Alschers Wirkung begann mit Romanen, die Einzelgänger oder Außenseiter darstellten (Ich bin ein Flüchtling, 1909; Gogan und das Tier, 1912). Auch die frühen Erzählungen sind auf eine Typenreihe von Exoten (Zigeuner, rumänische Bauern) festgelegt. Im Mittelpunkt steht meist das Thema Freiheit, das in unterschiedlichen Konstellationen erscheint.

Weitere Werke: Mühselige und Beladene, Nov. 1910. - Zigeuner, Nov. 1914. - Die Kluft, E., 1917. - Mensch und Tier, E., 1928. - Die Bärin, E., 1943. - Die Straße der Menschen, E., hg. von H. Stanescu. - Tier- und Jagdgeschichten, hg. von F. Heinz, 1977.

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